13.03.2011
Kleine Zeitung
"Und das Fagott spielt den bösen Zauberer
Märchenstunde bei der Jeunesse: Am Samstag lud das Ventus Quintett Salzburg im Konzerthaus zum "Gestiefelten Kater" und Monika Sigl-Radauer schlüpfte dafür nicht nur in die Rolle der Erzählerin, sondern auch in rote Stiefel. Mit den zahlreich erschienenen Kindern machte sie sich auf durch die Erzählung vom Kater, der einem armen Müllersohn Reichtum und Glück verheißt. Da wurde gemeinsam geritten, der Fluss nachgemacht oder Holz geschnitten. Und wenn das Fagott den bösen Zauberer anstimmte, durften sich alle gemeinsam ein bisschen gruseln. Bezauberndes Konzert mit einem hervorragenden Quintett, dessen "Erwachsenenprogramme" auch sehr gefragt sind."
19.07.2011
Pressemitteilung
Ernst von Siemens Musikstiftung fördert das Ventus Quintett Salzburg
Das Ventus Quintett Salzburg erhält eine Förderung in der Sparte Kinder- und Jugendprojekte der Ernst von Siemens (EvS) Musikstiftung für die „Die Kleine Hexe“.
Das Salzburger Ensemble kann durch diese renommierte Förderung das Projekt „Die Kleine Hexe“– ein Kinder- und Familienkonzert für Holzbläserquintett und Erzählerin nach der Geschichte von Otfried Preußler verwirklichen.
Der Komponist Peter Francesco Marino wurde vom Ventus Ensemble beauftragt diese Geschichte zu vertonen und die EvS Musikstiftung wird diesen Kompositionsauftrag mit Euro 6.000.- finanzieren. Die Stiftung Mozarteum Salzburg hat sich bereit erklärt, die Kosten für die Erstellung des Librettos und für die gesamte Projektentwicklung und –vorbereitung zu übernehmen. „Wir freuen uns auf das neue Projekt, das im Juni 2012 im Rahmen der Lausch-Konzerte „Ohren auf!“ uraufgeführt wird“, so Tobias Henn, Leiter des Kinder- und Jugendprogramms der Stiftung Mozarteum. Das Ventus Quintett Salzburg zählt mittlerweile zu den gefragtesten Holzbläserensembles aus Österreich. Die zweite Live CD mit Werken von Bach, Françaix, Tschaikowsky und Gustavo De Sá ist soeben erschienen. Darüber hinaus konzertiert das Ensemble regelmäßig in ganz Europa und entwickelte in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mozarteum Salzburg bereits 2010 gemeinsam mit der Musikvermittlerin Monika Sigl-Radauer ein sehr erfolgreiches
Kinderkonzert-Projekt: „Der gestiefelte Kater“ – ebenfalls von Peter F. Marino.
Das Konzert „Der gestiefelte Kater“ wurde bereits 25 Mal in Österreich gespielt und wird am 24.7.2011 gleich dreimal zu hören sein: Um 11:00 Uhr bei den Kleinen Festspielen auf der Burg Golling, sowie um 15:00 Uhr und um 17:00 Uhr beim Fest zur Festspieleröffnung im Schüttkasten.
Der Kartenverkauf für „Die Kleine Hexe“ beginnt am 13. September 2011
Stiftung Mozarteum Salzburg Kartenbüro, Theatergasse 2, 5020 Salzburg, Tel: 0043 662 873154, Fax: 0043 662 874454, tickets@mozarteum.at, www.mozarteum.at
Impressum
August 2011
Waltraud Willeke
Riesenapplaus für Salzburger Musiker
„Mit frenetischen Ovationen forderten die zahlreichen Besucher in der St. Johannes-Kirche in Bislich beim Konzert am Sonntag Zugaben vom Ventus Bläserquintett Salzburg. Keiner mochte den Kirchenraum verlassen, alle verweilten beeindruckt. Gut eine Stunde lang hatte man im stilvollen Ambiente einen musikalischen Hochgenuss an klassischen Werken großer Komponisten verinnerlicht. …“
9.8.2011
NRZ
„… Fulminant, kräftig und einfach einnehmend schön eröffneten sie das Konzert mit Bachs Suite für Bläserquintett. Präludium, Fuge, Choral und Adagio erklangen lebhaft. Die Töne schienen durch die voll besetzte Pfarrkirche St. Johannes zu tänzeln wie eine Gruppe Schmetterlinge. Flöte, Klarinette, Oboe, Fagott und Horn brachten einen enorm vollen Klang hervor. Und sie erzählten Geschichten. Mal entstanden paradiesische und idyllische Bilder in den Köpfen der Zuhörer, mal wurde es dramatisch. …“
1.9.2011
Passauer
Neue Presse
"Bläserquintett auf Weltklasseniveau
Mit dem Schlusskonzert der diesjährigen Reihe „Klassik am Inn“ des Kulturforums Schloss Almegg / Schloss Hagenau in der Schlosskirche Hagenau dürfte das einzigartige oberösterreichische Festival seinen Kulminationspunkt erreicht haben. Zu Hören gab es diesmal ein Bläserquintett – Moritz Plasse (Flöte), Isabella Unterer (Oboe und Englischhorn), Gabor Lieli (Klarinette), Christoph Hipper (Fagott) und Markus Hauser (Horn), alles Künstler allerhöchsten Ranges, sozusagen auf Weltklasseniveau. Schon in der einleitenden „Suite für Bläser“ von J.S. Bach in der Bearbeitung von M. Rechtmann demonstrierten sie ihre Vorzüge: perlende Schwerelosigkeit und exemplarischer Schönklang, in den Ecksätzen überschäumendes Temperament. Im anschließenden Divertimento B-Dur von J. Haydn überzeugten sie durch eine außerordentliche Homogenität der fünf Stimmen – gepaart mit präziser Artikulation und feinen dynamischen Schattierungen. …“
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13.1.2012 OÖNachrichten
"Kammermusik als Publikumsmagnet
Clemens Zeilinger (Klavier), Ventus Quintett Salzburg, Brucknerhaus Linz, 11.1.2012
Das Begriffspaar „Wind“ und „bunt“ steckte den Programmrahmen ab für das ausgezeichnete Konzert des Ventus Quintetts aus Salzburg, bei dem Werke der Wiener Klassik einer klangvollen französischen Moderne gegenüberstanden.Das Bläserensemble vereinigt in sich alle guten Tugenden aus perfektem Zusammenspiel, hoher Virtuosität und beeindruckender Klangvielfalt. Zusammen mit dem Pianisten Clemens Zeilinger ergab sich ein Ensemble, das keinen Wunsch offenließ.
Mozarts „Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott“ aus 1784 schöpft seine Wirkung aus dem geistreichen gegenseitigen Zuspielen der Gedanken, bei denen jeder Musiker auch solistisch glänzen konnte. Die Aufführung war von viel Spielfreude getragen, so dass die Substanz klar und deutlich zur Geltung kam. Beethoven verpackte 1796/97 in op. 16 für dieselbe Besetzung unverkennbare Momente der Größe und Monumentalität, ohne die ausgewogenen musikalischen Dimensionen zu verlieren; das zu vermitteln gelang den Musikern vorzüglich.
Werke der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus Frankreich lieferten einen Sprühregen aus raffinierten Klängen und einfallsreichen Passagen. Jean Francaix (1912–1997) gibt sich in seinem Bläserquartett aus 1933 witzig, elegant und rhythmisch raffiniert, vergleichbar mit einem „geistreichen“ Feuerwerk. Auch die betont elegischen und ausgesprochen motorischen Züge kamen vollends zur Geltung. Das „Sextett für Klavier und Bläserquintett“ aus 1932/39 von Francis Poulenc (1899–1963) enthält viel hellgetönte Musik. Dabei gelang dem Pianisten der Sprung zwischen den Aufgaben als Solist sowie als begleitender und strukturell eingebundener Kammermusiker.
Auf den lebhaften Beifall aus dem vollen Saal folgte als Zugabe ein aus ähnlicher Geisteshaltung geformter Bläserquintett-Satz vom Pariser Jacques Ibert (1890–1962)."
13.1.2012
Christine Grubauer
NVB
"Quintett und Klavier in brillantem Wechselspiel
Im Rahmen des Zyklus "...bunt..." musizierte der Linzer Pianist Clemens Zeilinger im Brucknerhaus mit dem hervorragend aufspielenden Ventus Quintett Salzburg, einer fünfköpfigen Bläsertruppe, gebildet aus den Solobläsern des Mozarteumorchesters, der Camerata Salzburg und der Salzburger Kammerphilharmonie. Zuerst auf den Pulten lagen die Noten zu Mozarts Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur KV 452 (1784) sowie Beethovens Quintett in gleicher Besetzung und in der nämlichen bläserfreundlichen Tonart op. 16 (1796/97). Der Bläserchor glänzte bei beiden Werken im Wechselspiel mit dem Klavier, dessen Brillanz Zeilinger vor allem bei Mozart mit Eleganz auskostete. Nach der Pause stellte er zwei "Neo-Klassizisten" einander gegenüber: Jean Francaix (1912 - 1997) und Francis Poulenc (1899 - 1963). Das Bläserquartett für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott von Francaix entpuppte sich als faszinierendes Hinhörstück, das mit seinem lustvoll-witzigen Einfallsreichtum für die Musikanten viele Teufelchen im Detail birgt, doch gerade hier war die Brillanz der Spieler und der luftig-leichte Umgang mit diesem geistreichen Feuerwerk zu bewundern. Als Zugabe folgte ein französisches Bläserstück von Jacques Ibert. Große Zustimmung im ausverkauften Saal."
13.1.2012
Kronen Zeitung
Clemens Zeilinger im Brucknerhaus:
Mitreißender Sturm
"Der Zyklus "...bunt..." des Pianisten und derzeitigen Artist in Residence Clemens Zeilinger scheint in der Brucknerhaus-Saison 2011/12 für hohe Qualität zu stehen. Und so begeisterte am Mittwoch auch das zweite Konzert dieser Reihe ein zahlreiches Publikum. "Wind machen" lautete der Titel des Konzertabends.
Diesen Wind machten mit Zeilinger vor allem die fünf Bläser des hochkarätigen Ventus Quintetts Salzburg...
Das routiniert gespielte Mozart-Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott gefiel zwar schon ganz gut, glich aber noch eher einem sanften Lüftchen. Zum mitreißenden Wirbelsturm entwickelte sich ddie Formation dann dafür umso mehr beim zweiten Werk des Abends, Beethovens kunstvoll verwobenem Quintett in Es-Dur op. 16. Für das sprotzig-fröhliche Quartett für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott von Jean Francaix überließ Clemens Zeilinger den Salzburger Bläsern die Bühne, um dann im Anschluss zusammen mit dem gesamten Ventus Quintett das extrem lustvolle und dynamische Sextett für Klavier und Bläserquintett op. 100 von Francis Poulenc anzustimmen. Ein erfrischendes Konzerterlebnis, das durch eines von Jacques Iberts 3 kurzen Stücken als Zugabe abgerundet wurde."
ältere Kritiken
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23.01.2012
Süddeutsche Zeitung
Reinhard Palmer
"Liebe und Leid
Ventus Quintett brilliert in Gilching

Die Bläserbesetzung des Ventus Quintetts Salzburg steht in der Tradition der Harmoniemusiken, allerdings einzeln besetzt und um eine Flöte bereichert. Durch das den Streichern gegenüber größere Volumen für Freiluftkonzerte geeignet, war ein solches Ensemble einst dafür zuständig, aktuelle Musiken einem breiten Publikum bekannt zu machen. Ihre Domäne waren also Transkriptionen und Bearbeitungen, wie sie in der Aula des Gymnasiums Gilching auch mit dem Ventus Quintett zur Aufführung gelangten. Und schon in Mozarts Zauberflöten-Ouvertüre wurden die Vorzüge des Bläserquintetts deutlich. Zunächst die große Farbigkeit der instrumentalen Kombination aus Flöte (Moritz Plasse), Oboe (Isabella Unterer), Klarinette (Gábor Lieli), Horn (Markus Hauser) und Fagott (Christoph Hipper), die überaus klangmalerisch-suggestive Wirkungen erzeugen konnte und sinnesfreudig bezauberte. Einfühlsam ausbalanciert, erlangte das Ensemble dabei orchestrale Größe, kontrastierte aber auch mit straffen, feingliedrigen, ja pofiffigen Passagen ausgeprägt kammermusikalisch. Gerade in so emotionaler Musik wie der Carmen-Suite (Bizet), bewährten sich diese Charakteristika in Erzählungen von Liebe, Leid und feurigem Temperament. Sehnsuchtsvoll und melancholisch erklangen indes Stücke aus Piazzollas „Vier Jahreszeiten“ und „Histoire du Tango“. Das reinste Farbenfest ergab die „Petite Suite“ von Debussy, die im Original mit Klavier zu vier Händen bei weitem nicht über ein solch reichhaltiges Kolorit verfügt. Diese Farbigkeit war es auch, auf die Komponisten der Moderne aufmerksam wurden. Jean Francaix hatte eine Vorliebe für Bläser und kostete im Quartett (ohne Horn) mit Witz diverse klangliche Konstellationen insbesondere in räumlichen Wirkungen aus. In seinen beschwingten „Alten ungarischen Tänzen“ im Renaissance-Stil lag aber auch Ferenc Farkas nicht weit davon entfernt. Einmal mehr demonstrierte darin das Ventus Quintett seine Wendigkeit und rhythmische Disziplin. Zugabe von Ibert."