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Kritiken
"Mit Witz und Geschmack
Im Zyklus des Vereins der Freunde des Mozarteumorchesters spielte am Sonntag (22.11.) das Ventus Quintett Salzburg
im Großen Saal des Orchesterhauses. Ein exquisites Programm zum Jubiläum.
Von Paul Kornbeck
24/11/09 Der Flötist Moritz Plasse,
die Oboistin Isabella Unterer, Gábor Lieli auf der Klarinette, Fagottist Christoph Hipper und Hornist Markus Hauser gaben nämlich
ihr 50. Konzert. Das Ensemble wird nächstes Jahr unter anderem in Deutschland, Belgien und Argentinien auftreten, aber auch ein Kinderkonzert
für die Stiftung Mozarteum geben. Die fünf Musiker aus den Reihen des Mozarteumorchesters und der Camerata sind also erfolgreich unterwegs.
Das
französische Repertoire liegt dem Ventus Quintett besonders am Herzen. Kein Wunder, denn im originalen Bläserquartett des jungen Jean
Françaix etwa funkeln die Farben von Paris, dass es eine reine Freude ist. Und die stilsicheren Arrangements der "Petite Suite" von
Claude Debussy und von Maurice Ravels "Le Tombeau de Couperin" geben genug Gelegenheit, Witz und Virtuosität, elegante Phrasierung
und zwischendurch feines Sentiment klingen zu lassen.
Nach der Pause gab es Lateinamerikanisches. Zunächst "Las Cuatro Estaciones Portenas",
also die Vier Jahreszeiten von Buenos Aires, eine der atmosphärischen Tango-Tondichtungen von Astor Piazzolla - Musik, die längst
zu einer „klassischen“ geworden ist, interpretiert mit Geschmack und dem nötigen Rhythmusgefühl. Gustavo de Sá ist Zeitgenosse, Brasilianer
und führt in seinem Bläserquintett "Praça de Matriz" von 2008 die klassizistisch-folkloristische Schule gekonnt und mit melodischer
Eingängigkeit fort. Seine dreisätzige musikalische Erzählung vom Marktleben in Rio de Janeiro macht einfach Vergnügen, zumal, wenn
sie so perfekt und stimmig wiedergegeben wird wie diesmal. Ein mitreißender Rumba von Denes Agay und eine der pfiffigen Bagatellen
von György Ligeti belohnten als Zugaben den starken Applaus."
24.11.2009
Paul Kornbeck,
drehpunktkultur
20.09.2009
Bluval-Festival
Kirchroth
"Es ist für professionelle Musiker ein Selbstverständlichkeit, dass sie gedruckte Noten in perfekten Klang umsetzen, sozusagen die
Musik zum Leben erwecken, mit allen Facetten, welche Kennzeichen lebendiger Musik sind: Artikulation der Ideen, Klarheit des Gedachten,
Impetus der Gefühle. All dies gelang den 5 Musiker des "Ventus Bläserquintetts" aus Salzburg trotz sichtbarer Stauhitze überzeugend:
ob Moritz Plasse (Flöte) vom Mozarteum Orchester Salzburg und der Camerata Salzburg, Isabella Unterer (Oboe) als Solo-Oboistin Mozarteum
Orchester, Gabor Lieli (Klarinette) - Soloklarinettist der Salzburger Kammerphilharmonie, Christoph Hipper (Fagott) als Fagottist
der Camerata Salzburg oder Markus Hauser (Horn) als Mitglied der Camerata Salzburg und als Solohornist der Salzburger Kammerphilharmonie.
Doch tiefes Erleben eines Konzertes stellt sich erst ein, wenn es dem Ensemble gelingt, das Publikum auf die Reise durch die musikalischen
Sphären mit zunehmen, aus der realen wenigstens kurzzeitig zu entführen. Einen wichtigen Beitrag leistet dabei die Programmauswahl,
die - wie hier geschehen - mit einem Eröffnungsstück die Herzen öffnet: Kaum jemand konnte sich wohl dem wiegenden Rhytmus des zweiten
Satzes von Joseph Haydns Divertimento B-Dur Hob. II:46 (für Bläserquintett) "Chorale St. Antoni" entziehen und war dann bereit für
Claude Debussys Petite Suite, Ferenc Farkas (1905-2000) Alte Ungarische Tänze, Jacques Iberts (1890-1962) Trois pieces Breves, György
Ligetis (1923-2006) 6 Bagatellen sowie Astor Piazzollas (1921-1992) Estaciones Portenas (Vier Jahreszeiten). Natürlich gab es langen
Applaus und Zugaben, auch Mozart, wunderbar gespielt vom Ventus Quintett aus Salzburg. Fazit: Einfach genial!"
„Wenn ein Instrumentalensemble im Jahresabstand am selben Ort ein Konzert gibt und das Publikum vehement für ein drittes Wiedersehen
votiert, muss es sich um außergewöhnlich gute Musiker handeln. Die „Freunde & Förderer von Schloss Dyck" hatten ihr im vergangenen
Oktober gegebenes Versprechen eingelöst, das bereits bei seinem ersten Besuch auf Schloss Dyck begeistert gefeierte „Ventus" Bläserquintett
aus Salzburg, wieder an den Niederrhein zu holen..."
24.04.2009
Fränkische Nachrichten
„Beim jüngsten Museumskonzert präsentierte sich ein seit 2004 bestehendes Bläserensemble, das sich offenbar nicht zu Unrecht in kurzer
Zeit einen international geachteten Platz in seinem Feld erobert hat. Mit einem abwechlungsreichem Programm, das von Werken der Wiener
Klassik bis Kompositionen des 20 Jahrhunderts führte, demonstrierten die fünf jungen Musiker(innen) zudem, zu welch erstaunlicher
kammermusikalischer Vielfalt sich diese Gattung mittlerweile emanzipiert hat.“
„...Das Ventus Quintett nahm sich dieser Vorlage,
mit der verhaltenen Glut, der Klangsprache und Anschaulichkeit einer spektakulären Filmmusik an und bewies ein weiteres Mal, über
welch hochkarätige Solisten es verfügt.“
26.8.2008
Medienhaus der Neue Tag Oberpfalz
„Apropos Technik: Die war instrumental gesehen schon beim ersten Stück, einem Abstecher in die Welt der Oper, perfekt. In vollendeter
Harmonie und Feinabstimmung eröffnete Moritz Plasse mit seiner "Zauberflöte" (Flöte) das Konzert, mit Oboistin Isabella Unterer und
Klarinettist Gabor Lieli immer wieder in klangfarbenreiche und nuancierte Trialoge verstrickt, in die sich Hornist Markus Hauser und
Fagottist Christoph Hipper - immer wieder spielfreudig losgelöst von ihren grundlegenden Tiefen - bereichernd einmischten.“
Jänner 2010
Franz Hanslieb,
Vereinsnachrichten des Vereins
der Freunde
des Mozarteum Orchesters Salzburg
"Kammermusik der Sonderklasse
Das Ventus Quintett Salzburg spielte am 22. November, wiederum im Großen Saal, ein Programm mit Kostbarkeiten
für fünf Bläser. Die Orchestermusiker Moritz Plasse (Flöte), Isabella Unterer (Oboe), Markus Hauser (Horn sowie die Gäste Christoph
Hipper (Fagott) und Gabor Lieli (Klarinette) verzauberten das Publikum mit dem Charme der französischen Musik, mit Debussy, Ravel
und Françaix ebenso wie mit den hinreißenden "Jahreszeiten" des Astor Piazzolla und einer temperamentvollen Novität des jungen Brasilianers
Gustavo de Sá. Die perfekten und gefühlvollen Interpretationen der Stücke ließen keine Wünsche offen. Die Mischung aus Bekanntem und
selten Gehörtem bewährt sich immer wieder in diesen großteils von den Ensembles selbst programmierten Konzerten - schön, dass dabei
immer wieder zu Unrecht vernachlässigte große Musik entdeckt wird. ..."
"...Prägnant, sinnlich und mit perfektem Gefühl für rhythmische und atmosphärische Feinheiten spielten sich die Musiker – allesamt Solisten bekannter österreichischer Orchester – in die Herzen des Seelzer Publikums. ...berührte vor allem ein Potpourri von Melodien aus Mendelssohn Bartholdys „Sommernachtstraum“ die Musikliebhaber: ein Arrangement, romantisch im besten Sinne, federleicht und perfekt gespielt, geradezu verzückend – einfach sommernachtstraumhaft. Gerade dieser Vortrag zeugte vom besonderen Können des Ensembles, denn die „Sommernachtstraum-Suite“ war eine Premiere für das Quintett.
Schön zu sehen: Die Musiker aus der Alpenrepublik hatten durchweg große Freude an dem Konzert, das war ihnen bei jeder einzelnen Note anzusehen. Dem Publikum ging's genauso. Das bekam nach anhaltenden Ovationen famosen Haydn als Zugabe.,,"
Juni 2010
Uwe Kreuzer,
Leinezeitung